Unter diesem Motto haben die Stimmen aus dem Süden, wie der Chor auf seiner Homepage wirbt, am 13. und 14. März zu ihrem Jubiläumskonzert in die neue gute Stube Altshausens, den Postsaal eingeladen. Über ein an beiden Abenden voll besetztes Haus durften sich die 65 Chormitglieder um Chorleiterin Simone Dangel freuen. Um es vorweg zu nehmen, die Besucher brauchten ihr Kommen nicht zu bereuen, denn die Akteure boten mit ihrem Programm einen unterhaltsamen Abend, bei dem alles stimmte. Die Dramaturgie, das Ambiente und natürlich die, von den „young voices” gewohnte chorische Präsenz und Qualität.
„30 Jahre Gesang, 30 Jahre gute Laune, 30 Jahre Chorleitung von Simone Dangel, 30 Jahre young voices – das gilt es zu feiern” begrüßte der Moderator Michael Bertsch, der humorvoll und mit manchem Slapstick durch den Abend führte, die Gäste, darunter den Hausherrn Bürgermeister Patrick Bauser und die Verbandschorleiterin des Oberschwäbischen Chorverbandes Anne-Regina Sieber. Die „young voices”-Konzerte sind immer für eine Überraschung gut. Während die Sängerinnen und Sänger mit dem Song «Die Party geht los!» in den Saal einliefen, verteilten fleißige Hände Sekt an alle Besucher, so dass mit dem Chor auf die 30 Jahre angestoßen werden konnte.
Aus der Gründungszeit des Chores, die Zeit der neuen deutschen Welle datiert, der Klaus Lage-Hit «1000 mal berührt» war der zündende Start der musikalischen Reise von der Ballade bis zu Rock-Pop. Melancholie, Emotionen und Aufbruchstimmung vermittelnd bei «Legenden» des Songwriters Max Griesinger und «Hungriges Herz» mit seinem gefühlvollen, flüsterhaften Piano bis zum dynamisch-eindringlichen Finale. Bei diesen Stücken bewies der Chor seine feinfühlige Interpretationsfähigkeit gepaart mit einer ausgeglichenen Stimmlage und dem Eingehen auf die Intentionen der souverän führenden Chorleiterin Simone Dangel. Waren diese Titel zum Zurücklehnen, war bei dem Pop-Klassiker «Tage wie diese», dem Kerstin Ott-Song «Regenbogenfarben» und dem Kultklassiker «Major Tom» mit der passenden Schwarzlicht-Choreografie Bewegung, Rhythmus und Temperament angesagt.
Dabei kongeniale Partner, nicht nur bei diesen Stücken, die Begleitband, vom Moderator als „geballte musikalische Kompetenz Oberschwabens” geadelt, Christoph Schlanser am Piano, Peter Engel, Bass, Jonas Huurdeman, Gitarre und Julian Fleischhauer, Schlagzeug. Mit ein emotionaler Höhepunkt des Abends und passend zum Jetzt, die Rockballade «Freiheit» von Marius Müller-Westernhagen, vom Chor mit viel Empathie präsentiert.
Mit dem konzertgebenden Titel «Forever young» startete der Chor den zweiten Konzertteil, der den englischsprachigen Hits gewidmet war. Weitere Hinhörer des Abends die lyrische Ballade «You are the reason» und das pure Lebensfreude vermittelnde Dance-Pop-Lied «Bad Habits». Bei dem American Pop «Believer» haben die Sängerinnen und Sänger nicht nur den zungenbrecherischen Text bravourös gemeistert, sondern auch die Bodypercussion bestens beherrscht. Der Rockklassiker «Eye oft the tiger» war der Schlusspunkt von zwei Stunden unterhaltsamem Konzertprogramm von piano bis forte und von nachdenklich bis humorvoll aber immer in der bekannten „young voices”-Qualität. Kein Wunder dass das begeisterte Publikum die Akteure nicht ohne Zugaben von der Bühne entließen. (Text und Fotos: Eugen Kienzler)
Impressionen vom Konzert



